Am Mittwoch, den 13.02.2019 trafen sich um 06:30 Uhr dreiundzwanzig müde Mitarbeiter und ein müder Geschäftsführer der Bookworld GmbH an der Julius-Springer-Schule in Heidelberg. Von dort aus ging es, nachdem alle Materialkisten verstaut waren, mit dem Reisebus, der von dem netten Opa einer Mitarbeiterin gefahren wurde, nach Pforzheim zur Übungsfirmenmesse. Einige Mitarbeiter nutzten die Reisezeit, um verpassten Schlaf nachzuholen. Ein Mitarbeiter war so tief eingeschlafen, dass es ihn, trotz sicherer und sanfter Fahrweise, bei der Ankunft vom Sitz gehauen hat.

In der Messehalle angekommen, war Standaufbau und Standdekoration angesagt. Alles lief wie am Schnürchen – wir hatten ja schließlich einen Probeauf- und -abbau in der Schule gemacht – und so waren wir zum Messestart um 10:00 Uhr bereit!

Nun hieß es für die Einen verkaufen am eigenen Messestand, für die Anderen einkaufen, für wieder andere Flyer verteilen. Außerdem hatte jeder Mitarbeiter einen Arbeitsauftrag zu erledigen. Dieser beinhaltete den Pflichteinkauf bei einer Übungsfirma, die Beurteilung eines Verkaufsgespräches und eines Messestandes. Alles musste in einem Bericht ordentlich zusammengefasst werden. Also man war als Mitarbeiter ganz schön gefordert.

Unser Stand war sehr gut besucht und die Geschäfte liefen. Neben zwei Angeboten gab es auch ein Gewinnspiel, das die Kunden anlockte. Mit unserem Messeauftritt konnten wir sowohl die Kunden als auch die Juroren überzeugen. Unter 75 Messeständen erreichte die Bookworld GmbH den 3. Platz für den schönsten Messestand sowie die professionelle Beratung. Damit hatte keiner gerechnet. Dies war eine tolle Belohnung und eine riesige Anerkennung unserer Arbeit.

Ein besonderer Dank geht an unsere Patenfirmen, die „Bücherstube am Rathaus“ in Sandhausen und die „Presse-Grosso Südwest GmbH Co KG“, die uns mit Dekorationsmaterial, Zeitschriften, Give-aways und Büchern ausgestattet haben. Ebenso danken wir der „Kalbrunner-Kälte-Klima GmbH“, die uns drei Gewinne zur Verfügung gestellt hat, und „Esen Souvenir“, die uns ebenfalls mit Give-aways versorgt haben.

Um 15:00 Uhr hatten wir die Aufmerksamkeit der gesamten Messehalle, da wir begannen, die Luftballons unseres Standes mit einer Nadel zu zerstechen. Der Abbau war nun eingeläutet und ging zügig.

Völlig müde und fertig stiegen wir in den Bus und viele schliefen sofort ein. In Heidelberg angekommen, musste nur noch ausgeladen werden und dann hieß es: „Schnell nach Hause und weiterschlafen“.  

Alles in allem war es ein anstrengender, aber auch gelungener Tag. Wir konnten in einige Bereiche des späteren Berufslebens hineinschnuppern und viele Erfahrungen sammeln.

Bald nach dem Tsunami von Weihnachten 2004 in Indonesien gründete sich die International Water Aid Organization e. V. (IWAO) in Heidelberg mit dem Ziel, Menschen nach Katastrophen schnell mit einwandfreiem Wasser zu versorgen. Die IWAO arbeitet dazu mit verschiedenen erfahrenen Hilfsorganisationen zusammen, die in den besonders häufig von Katastrophen heimgesuchten Ländern aktiv sind.

Durch einen Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung aufmerksam geworden, entschied sich die Schülerschaft der Julius-Springer-Schule, den Erlös ihrer diesjährigen Weihnachtsaktion der Arbeit der IWAO zur Verfügung zu stellen. Innerhalb von nur vier Wochen kam durch Kuchen-, Waffel- und Weihnachtsplätzchenverkauf, dem Einlösen von Pfandflaschen und weiteren Aktionen eine Summe von 1.300,- Euro zusammen. Im Rahmen der schulischen Weihnachtsfeier am 21.12.2018 wurde diese Spende Herrn Karlheinz Fischer in seiner Funktion als Schatzmeister und Frau Ulla Sehrt als Verantwortliche für die Öffentlichkeitsarbeit der IWAO feierlich durch die Schulleitung und Vertreter der Schülerschaft überreicht.

Ein weiterer Höhepunkt der Aktion war der Bericht eines der Gründungsmitglieder, Herrn Markus Gruber aus Karlsruhe. Herr Gruber war nach dem Tsunami an Weihnachten 2004 vor Indonesien zusammen mit Kollegen von den Stadtwerken Karlsruhe und Helfern von der Feuerwehr Ludwigshafen zu einem Hilfseinsatz in Sri Lanka, um dort an mehreren Standorten über mehrere Wochen für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser zu sorgen.

Herr Gruber erzählte den Schülern und Schülerinnen sehr anschaulich und persönlich bewegend von seinen Erfahrungen in Sri Lanka und trug somit dazu bei, dass das diesjährige SMV-Weihnachtsprojekt zum Sammeln von Spenden für die Arbeit der IWAO eine vertiefte Motivation bekommen hat.

Auf vielfältige Art konnten sich Schüler und Schülerinnen mit den Herausforderungen und Möglichkeiten der Versorgung mit Trinkwasser und weiteren Hilfsgütern in den heutigen Not- und Krisengebieten der Welt auseinandersetzen und die Erfahrungen machen, dass sich gemeinsamer Einsatz in sichtbarer Hilfe zeigt.

 

Erklärvideo zur Spendenaktion der SMV zugunsten der International Water Aid Organization (IWAO)

Der Großteil unserer Berufsschülerinnen und Berufsschüler legt jeweils im Mai die Abschlussprüfung ab. Wer jedoch bei guter Leistung die Ausbildung verkürzt, kann auch bereits im November in die Prüfung gehen. Bei den Justizfachangestellten ist dieser Termin der reguläre.

Dieses Jahr haben wir 35 Prüflinge in neun verschiedenen Berufen mit ihrem Abschlusszeugnis der Berufsschule verabschiedet: Automobilkaufleute, Drogisten, Justizfachangestellte, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute für Groß- und Außenhandel, Medienkaufleute Digital und Print, Rechtsanwaltsfachangestellte und Verkäufer. 22 haben ein Lob oder sogar einen Preis erhalten - eine außerordentlich gute Quote. Herzlichen Glückwunsch allen und alles Gute im weiteren Berufsleben!

Sechzehn Kaufleute für Büromanagement der Klasse 2BM2 (2. Ausbildungsjahr) führten im Rahmen der Projektkompetenz eine umfassende Schülerumfrage durch. Insgesamt wurden 174 Schülerinnen und Schüler befragt.

Ziel der Befragung war es, zu ermitteln, wie die Schülerschaft den Einsatz von Tablets im Unterricht bewertet. Die Ergebnisse sollten der Schulleitung vorgestellt werden. Weitere Fragen waren u. A. auch …

  • ob die Motivation der Schüler/-innen steigen würde
  • in welchen Fächern Tablets eingesetzt werden sollten
  • welche Kompetenzen stärker gefördert werden könnten
  • wie die Gefahr von Datenverlusten eingeschätzt wird
  • ob ein Tablet-Raum an der Schule eingeführt werden soll

Innerhalb von drei Wochen wurde das Projekt von den drei Arbeitsgruppen durchgeführt. Im Zusammenhang mit den Lehrplanvorgaben von Lernfeld 5 wurden nach der Erarbeitung von Grundlagen zur Fragenarten die Fragen für den Fragebogen entwickelt. Im Anschluss musste jede Gruppe mit einer anderen Software, z. B. auch mit einem Online-Tool den Fragebogen gestalten. In den neun Klassen des Berufskollegs sowie der Berufsschule wurden die Befragungen durchgeführt.

Die Gruppen hatten dann die anspruchsvolle Aufgabe, die Ergebnisse auszuwerten und für die Präsentation aufzubereiten.

Das waren die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Mehrheit der Schüler/-innen kann sich Tablets im Unterricht vorstellen.
  • Die meisten sehen eine Arbeitserleichterung und die Einsparung von Papier als Vorteile.
  • 80 Prozent meinen, dass sie mit einem Tablet schneller arbeiten können als mit herkömmlichen Arbeitsmitteln.
  • Nur weniger als die Hälfte plädiert für die Einrichtung eines Tablet-Raumes an der Schule.

Vielleicht konnte die Schulleitung davon überzeugt werden, dass auch für die Julius-Springer-Schule die Anschaffung von Tablets für den Unterricht ein richtiger Schritt ist, um die Lernenden auf die digitale Lebens- und Berufswelt vorzubereiten.

Auf jeden Fall haben die Schüler/-innen der Klasse 2BM2 ein anspruchsvolles Projekt sehr gut bewältigt und ihre Projektkompetenz damit unter Beweis gestellt. Vielen Dank für die tolle Mitarbeit!

Am 12.10.2018 hat sich Forschungsministerin Theresia Bauer von Mitarbeitern der Biotopia GmbH (einer unserer Übungsfirmen) zu Bioprodukten beraten lassen.

Der Stand der Biotopia GmbH war das „Mitmach-Angebot“ der Julius-Springer-Schule beim Eppelheimer Berufeparcours. Jeder der Aussteller musste solch ein Angebot parat haben.
Unsere Mitarbeiter Nora, Clarissa, Philo, Vanessa, Marcel und Max nahmen diese Herausforderung an und berieten über die Bildungsangebote der Julius-Springer-Schule gleichermaßen wie über die Angebote ihrer Übungsfirma Biotopia GmbH. Natürlich waren auch Lehrer dabei, um bei schwierigen Fragen der deutlichen jüngeren Schüler zu helfen. Diese waren: Fau Wagner, Frau Schmieder und Herr Reichwein.

Während der Messe war es anfangs sehr ruhig, da die Schüler erst später in Klassenstärke zur Messe kamen. So hatte unsere erste Schicht weniger zu tun als die darauffolgende. Nach dem Schichtwechsel hatte die erste Schicht eine Pause, in der man sich von einem Buffet bedienen konnte. Während der Pause konnten die Mitarbeiter auch selbst ein bisschen durch die Gänge laufen und die anderen Firmen und Schulen erkunden.

Es war ein bisschen schwierig, ein Gespräch mit den Schülern zu führen, da die meisten Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klasse nicht wirklich wussten, was sie nach der Schule machen wollen. Dennoch gab es einige interessierte Schüler und weitere Messebesucher, wie Ministerin Bauer. Es war uns eine große Ehre, Frau Bauer sowie viele andere Messebesucher beraten zu dürfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine erfolgreiche Messe war, an der wir viel Erfahrung sammeln konnten, und diese Erfahrung werden wir für die nächsten Projekte nutzen.

Am 06., 07. und 08. November 2018 finden für Auszubildende, die ihre Ausbildung verkürzen, schriftliche Abschlussprüfungen statt. Ferner werden die angehenden Justizfachangestellten (deren Ausbildung regulär nach 2, 5 Jahren endet) geprüft.

Am 09. November 2018 steht für die angehenden Kaufleute für Büromanagement Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung an: Prüfungsfach Informationstechnisches Büromanagement.

Wir wünschen allen Prüflingen gutes Gelingen!

Nachdem das Schulgebäude im Innenbereich nach unserem Einzug im letzten Schuljahr peu à peu vervollständigt wurde, tut sich inzwischen einiges im Außenbereich. So ist nunmehr der Parkplatz fertig geworden (nordwestlich von der Schule), die Cafeteria hat eine Terrasse bekommen und Fahrradständer wurden eingerichtet. Die Bepflanzung des Pausenhofs ist vorbereitet, muss jahreszeitlich bedingt aber noch bis 2019 warten.